Ergebnisse von der Salutogenese-Tagung in Hamburg

Am 23. und 24. Juni haben sich in Hamburg Experten getroffen, die medizinisch und psychologisch zum Thema Selbstheilung forschen. Sie untersuchen: Was geschieht bei Menschen, die wie durch ein Wunder von einer unheilbaren Krankheit genesen? Kann man Faktoren finden, die andere nutzen können, um die Chancen wieder gesund zu werden zu erhöhen?

Sicher ist: Es gibt nicht die Methode, die dabei hilft, mit Garantie eine schwere Krankheit zu besiegen. Aber es gibt doch erste Hinweise, die ich von dort für euch zusammengefasst habe. Das sind hilfreiche Verhaltensweisen:

  • Ein aktiver Umgang mit der Krankheit. Das heißt: Sich aktiv informieren, mitdenken, Fragen zur Behandlung stellen und auch selbst etwas tun, das einem persönlich gut tut oder richtig scheint. Sich bewusst manchen, dass man selbst etwas zur Heilung beitragen kann, selbst wenn Ärzte das Gegenteil sagen
  • Sport treiben, sich bewegen. Und zwar insgesamt mindestens 360 Minuten pro Woche, so intensiv wie der gesundheitliche Zustand ist zulässt.
  • Über Gefühle sprechen, auch wenn sie schmerzhaft sind
  • Soziale Kontakte steigern, viele Dinge mit anderen Menschen zusammen tun
  • Intensiv und genussvoll leben
  • Hilfe annehmen, nicht alles alleine schaffen wollen
  • Autonom sein: So leben, wie es für einen selbst richtig ist – und nicht, wie andere es erwarten
  • Einen Sinn im Weiterleben sehen

Die Forschungen gehen weiter. Der Arbeitskreis sucht Menschen, die eine so genannte Spontanheilung bei Krebs erlebt haben und ihre Geschichte erzählen und der Wissenschaft zur Verfügung stellen möchten. Infos hier: www.salutogenese-bei-krebs.de