Angst – wie schützt du dich vor negativen Folgen?

Angst – wie schützt du dich vor negativen Folgen?

Angst ist ein normales psychologisches Phänomen. In der Regel vergeht Angst schnell, wenn sie als gesunde Reaktion auftritt: Ein Mensch trifft auf eine Schlange, springt einen Schritt zurück, bevor er die Schlage richtig erkannt hat, sieht jetzt, dass die Schlange eine Ringelnatter ist und deshalb harmlos, tritt einmal fest auf den Boden, die Ringelnatter verschwindet im Gebüsch. Der Mensch atmet tief durch, muss vielleicht lachen, läuft den nächsten Kilometer ein bisschen schneller, bis sich die Spannung abgebaut hat und alles ist gut.

Angst wirkt auch aufs Immunsystem

Wenn Angst länger andauert, wie das bei vielen Menschen jetzt inmitten der Corona-Krise der Fall ist, passieren ein paar Dinge, die weniger gesund sind. Das hat mit dem vegetativen Nervensystem zu tun.

Ein Teil von ihm, der Sympathicus, ist dafür zuständig, uns in den Alarmzustand zu versetzen: Angriff oder Flucht. Im Fall des Menschen mit der Schlange hat der Sympathicus mit Flucht gut reagiert. Als die Gefahr gebannt war, hat sich der Gegenspieler, der Sympathicus, eingeschaltet und den Körper wieder in Entspannung und Lockerheit zurückgebracht.

Wenn aber keine Entspannung eintritt, weil vielleicht der Auslöser der Angst keine Ringelnatter ist, die davonkriecht, sondern die Nachrichten, die Zeitung und Hunderte von täglichen Hinweisen auf Distanz und Gefahr, reagiert das Nervensystem mit der nächsten Eskalationsstufe: der Erstarrung. Das ist ein Totstellreflex. Die biologische Idee dahinter: Aas wird nicht so gern gefressen wie etwas Lebendiges.

Psychologisch führt das dann aber zu Hilflosigkeit, teilweise Lähmung, und je länger der Zustand andauert, zu weiteren Ängsten und großer Unsicherheit.

Außerdem wird auf der körperlichen Ebene das Immunsystem in seiner Funktion beeinträchtigt. In Zeiten einer Viruswarnung ist das nicht gut.

Bist du im Reptilienmodus?

Egal, ob jemand noch im Kampf- oder Fluchtmodus befindet, oder erstarrt ist: Das Gehirn funktioniert dann im Reptilien-Modus. Es geht ihm in dieser Funktion um das nackte Überleben. Alles andere ist egal, und selbst das denkt das Gehirn nicht bewusst, weil das rationale Denken so gut wie ausgeschaltet ist. Menschen in diesem Modus reagieren reflexhaft, was zu vielen neuen Problemen führt.

Die beiden größten davon:

  • Menschen in Angst denken nicht mehr an langfristige Konsequenzen ihres Verhalten, sie können diese Konsequenzen auch nicht mehr absehen.
  • Menschen in Angst sind maximal beeinflussbar. Verspricht ihnen etwas oder jemand Sicherheit, sind sie bereit, dieser Sicht oder dieser Person ungeprüft zu folgen. Das hat sich früher die katholische Kirche zunutze gemacht, indem sie die Angst vor der Hölle geschürt hat, Sekten funktionieren heute immer noch so, und auch politische Initiativen können durch solche Mechanismen zu großem Erfolg kommen. Wer Angst hat, denkt nicht mehr kritisch und ist bereit, Dinge zu tun, die er unter normalen Umständen niemals akzeptieren würde.

 

Deshalb ist es in Krisen maximal notwendig, Angst zu reduzieren, um wieder klar zu denken und kluge eigene Entscheidungen zu treffen.

Was hilft, wenn du Angst hast?

Erstens: reduziere den Input, der dir Angst bereitet. Wenn du Angst vor einer Erkrankung durch Corona hast, beschäftige dich nur ganz kurz mit aktuellen Informationen und höre dann damit auf. Sonst produzierst du genau den Angst-Tunnelblick, den du vermeiden möchtest. Wenn du Angst vor dem wirtschaftlichen Niedergang hast, beschäftigte dich auch mit den wirtschaftlichen Zahlen nur kurz und wende dich dann etwas anderem zu.

Hilfreich ist die Frage: Was kann ich jetzt als nächstes tun?

Auch Sport und intensive Bewegung hilft direkt über das Nervensystem gegen Angst. Täglich mindestens 40 Minuten! Dabei ist es egal, ob du in den Weinbergen spazieren gehst, oder zuhause eine Workout oder Yoga machst.

Eine kleine Augenübung für zwischendurch aktiviert außerdem den Parasympathicus und bringt dich für eine Weile aus dem Spannungszustand heraus.

  • Setz dich dafür gerade hin und richte das Gesicht nach vorne.
  • Jetzt wende die Augen (und nur die Augen!) so weit nach links wie möglich und halte den Blick dort so lange, bis du gähnen musst oder ein tiefer Atemzug geschieht. Manche Menschen reagieren auch mit einem Lächeln.
  • Nun wende die Augen auf der rechte Seite und warte wieder, bis du gähnen, tief atmen oder lächeln musst.

Ich wünsche dir eine entspannte Zeit – auch wenn ringsherum die Wellen hochschlagen!

Anke

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