Du bist nicht angepasst? Achtung, Falle!

Wer sich anderen anpasst, gibt sich selbst auf. Das ist bekannt und logisch. Denn wenn du so bist wie andere dich haben wollen, orientierst du dich an ihnen und nicht mehr an dem, was in dir ist. Manchmal merkst du es vielleicht sogar gar nicht mehr. Deine eigene Identität verschwindet, und im Schlepptau deine Bedürfnisse und früher oder später auch deine Gesundheit.

Deshalb klingt es erst einmal gut, sich eben nicht anzupassen. Und manche Menschen haben das zur Perfektion ausgebaucht. Sie passen sich radikal nicht an. Absolute totale Nicht-Anpassung heißt ihr Motto. Häufig gesehen bei den Kindern reicher oder prominenter Eltern: Komplette Verweigerung, Schulversagen, Drogen und so weiter. Oder ein Leben in einer Kommune und so weiter. Andere Formen: Sind die Eltern erzkonservativ, wird man Kommunist oder andersherum. Legen die Eltern Wert auf den Erhalt der Jungfräulichkeit bis zur Ehe, schläft man jede Nacht mit einem anderen. Angepasst ist das nicht. Aber eigentlich doch. Denn die totale Nicht-Anpassung ist einfach nur die andere Seite einer gleichen Medaille. Ob man jemandem zur Freude oder zu Leid lebt, gibt sich nichts. Denn beide Male orientiert man sich am anderen und nicht an den eigenen inneren wahrhaftigen Bedürfnissen. Deshalb ist nicht die Frage, ob du angepasst bist oder nicht, sondern: Was ist deine Wahrheit, und wie kannst du sie leben? Manchmal wird sie zu Erwartungen anderer passen und manchmal nicht. Das ist gut und echt.