Worum es beim Erben wirklich geht

Hast du das selbst oder bei Freunden schon einmal miterlebt? Eltern sterben, und Kinder, die bisher immer gut miteinander auskamen, kämpfen plötzlich erbittert um Hausanteile, Geld oder Blumenvasen? Zerstreiten sich dauerhaft, womöglich noch vor Gericht? Oder auch ganz anders: Da wird ganz unterschiedlich verteilt, einer bekommt viel mehr als der andere, und der, der ganz viel bekommen hat, kommt nicht auf die Idee, von sich aus etwas abzugeben? Aber auch, wenn genau gerechnet wurde, damit ein Erbe gleichmäßig verteilt wird, kommt es häufig zu Streit oder zu dem Gefühl, es sei eben doch nicht gerecht.

Was ist da los?

Die meisten Menschen haben in ihrer Kindheit, also im Verhältnis zu ihren Eltern, manches vermisst, was Kinder eigentlich brauchen. Sie haben vielleicht nicht viel Beachtung bekommen oder wenig Anerkennung, hatten das Gefühl, verkehrt zu sein, weil die Eltern sich einen kleinen Ingenieur gewünscht haben und keinen begeisterten Gärtner. Vielleicht war wenig Liebe da oder wenig Wertschätzung. Wenn das der Fall ist, sind wir meistens noch als Erwachsene auf der Suche genau danach, und das vor allem bei unseren Eltern. Suchen etwas, bekommen es nicht und fühlen uns unwohl. Wenn die Eltern gestorben ist, ist der Zug schon abgefahren, auf dem wir uns versprochen haben, das zu bekommen, worauf unser kindliches Ich so lange gewartet hat. Das Erbe ist die letzte Chance, noch etwas gut zu machen, was dem inneren Kind fehlt, schon seit vielen Jahren. Den Geschwistern geht es meistens ähnlich, und so treffen sich dann vor Gericht oder beim Notar lauter bedürftige kleine Kinder. Dass sie eigentlich erwachsene Menschen sind, die das, was ihnen als Kinder gefehlt haben, nun bei anderen Menschen finden können, merken sie gar nicht. Meistens auch nicht, worum es ihnen eigentlich geht. Sie sind fest überzeugt, wirklich ein Anrecht auf diese Vase zu haben, und sie kämpfen darum, als hinge ihr Leben davon ab.

Genauso ist es, wenn ein Kind, das vielleicht auch früher schon bevorzugt wurde, mehr Hilfe, mehr Geld und das Haus bekommen hat, nun auch am meisten erbt. Wenn dieser Mensch im Selbstverständnis groß geworden ist, der kleine Prinz zu sein, fühlt es sich tief im Innern ganz berechtigt, all das zu bekommen, selbst wenn das Geschwister fast leer ausgeht. All das geschieht tragischerweise nicht bewusst. Ganz im Gegenteil: Das Bewusstsein findet dann Erklärungen, die rechtfertigen, was vielleicht nicht in Ordnung war. Da sagt dann der kleine Prinz, er habe ja den Eltern auch immer die Steuer gemacht, während die Schwester ein langes Gesicht zieht, weil sie jahrelang für die Eltern geputzt und eingekauft hat.

Logisch ist all das nicht. Es ist tragisch, und es wäre alles leichter, wenn wir unsere alten Verletzungen heilen würden. Die heilen nämlich nicht von alleine. Wir müssen uns darum kümmern. Wirklich tief emotional loslassen was früher war und uns frei machen vom Brauchen. Uns Menschen suchen, die gerne für uns da sind und uns nicht auf die Familie verlassen, die häufig tief verstrickt in uralte Muster ist. Das macht etwas Arbeit, manchmal macht es auch Sinn, sich dabei tatkräftige und kundige Unterstützung zu holen. Aber es lohnt sich. Hier findest du gute Seminare zum inneren Reinemachen: www.zist.de

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