3 Arten von Sex

Mein Beitrag zu Geborgenheit und Sexualität hat diese Woche zu leidenschaftlichen Kommentaren auf Facebook geführt. Deshalb möchte ich dazu etwas loswerden!

Sexualität hat eine starke verbindende Kraft. Aber selbst in jenen Fällen, wo Sex kurzfristig gut tut, kann das langfristig kippen, und man fühlt sich nicht mehr wohl.

Das hat damit zu tun, dass es drei Arten gibt, Sexualität zu leben. Ich weiß, das klingt recht pauschal, aber wenn du dich mal umhörst oder in deine eigene Geschichte schaust, wirst du viele Erfahrungen in diesen Beschreibungen wiederfinden.

Manche Menschen praktizieren das, was wir „Objekt-Sex“ nennen: Sie verbinden Erregung mit einer bestimmten Inszenierung, bestimmten Reizen (Kurven, einem bestimmten Äußeren beim Sexualpartner, Kerzenlicht, Rotlicht, Wäsche, „Spielzeug“, einer bestimmten Abfolge, einem Fetisch, Fesseln, einem bestimmter Ort, Pornos, Schmerzen, Dirty Talk, oder oder. Sind diese Reize gegeben, entsteht Erregung und Lust auf Sex. Die Person des Partners ist dabei nicht wirklich entscheidend (auch wenn wir das vielleicht mit einem bestimmten Partner machen wollen, weil es unserer Partner ist). Eigentlich entscheidend ist, wie der Partner aussieht oder was er während des Sex tut oder sagt. Der Partner ist Objekt, und es gibt Menschen, die diese Art von Sex lange Jahre lustvoll betreiben – mit wechselnden oder langfristigen Partnern. Wichtig ist dabei aber, dass das „Drumherum“ stimmt, das maßgeblich zur Anziehung beiträgt und dazu notwendig ist. Wird ein ehemals flacher Bauch rund, ist es möglicherweise in der Partnerschaft mit der Lust vorbei, und ein neuer Partner mit einem flachen Bauch wird zum Objekt der Begierde. Nicht selten braucht es auch in der Inszenierung eine Steigerung, die oft beschriebene „Abwechslung“. Diese Art von gelebter Sexualität findet man häufiger bei Männern als bei Frauen – inzwischen versuchen die Frauen, den Männern hier aber nachzueifern (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Andere Menschen leben Sexualität, um Geborgenheit oder Nähe zu erleben. Es gibt nicht wenige Paare, in denen Nähe außerhalb der Sexualität kaum oder gar nicht stattfindet. Dann wird Sex benutzt, um etwas anderes zu fühlen. Auch das kann in langfristigen Partnerschaften über lange Jahre Bestand haben. Meist entsteht aber bei demjenigen, der sich über Sex Geborgenheit verschafft, über die Zeit ein Gefühl von Leere und nach und nach Lustlosigkeit. Diese Art von gelebter Sexualität findet man häufiger bei Frauen als bei Männern (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Drittens kann Sexualität etwas sein, das zwei Menschen, die einander emotional berühren, noch stärker verbindet. Dann wird der Andere begehrt, der Mensch, der er ist, und durch Sexualität findet die Berührung auf einer weiteren Ebene statt. Diese Art von Sexualität erfordert aber ein intensives Sich-Einlassen, sie ist in der Regel bei einem One-Night-Stand nicht gegeben, sie braucht eine intensive Verbindung auf der seelischen Ebene. Bewegt sich Begehren auf dieser Ebene, ist es egal, ob die Partnerin oder der Partner Ringelsöckchen oder Dessous trägt.

Paare, die einander auf die dritte Weise lieben, erleben es viel seltener, dass die gegenseitige sexuelle Anziehungskraft mit der Zeit abnimmt,

Ich schreibe das nicht, um zu werten oder die eine oder andere Art besser oder schlechter als die andere zu nennen. ich finde aber, zu sehen, was einen antreibt, wenn man einen anderen Menschen verführt oder mit ihm körperlich intim werden möchte, hilft zu verstehen, wie die eigene Lust funktioniert, wovon sie geleitet wird oder, wenn sie nicht oder nicht mehr vorhanden ist, woran das liegen könnte.

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