Kinder selbstbewusst machen (1)

Selbstbewusst-Sein: Klar, alle Eltern wünschen sich das für ihre Kinder. Dass Kinder dafür Lob und Förderung brauchen, hat sich Gott sei Dank schon herumgesprochen. Es wird auch in den meisten Familien so gemacht. Das ist gut.

Diese Medaille hat aber noch eine andere Seite. Wenn wir sie vergessen, hängen die Kinder schief. Seelisch jedenfalls.

Lob ist nur dann etwas Wert, wenn ein Kind auch erfährt, was es nicht gut gemacht hat. Und wie es das korrigieren kann oder sich verbessern.

Förderung ist nur dann etwas wert, wenn wir auf der anderen Seite auch etwas von dem Kind fordern. Denn wenn Kinder das zum Guten entwickeln sollen, was in ihnen steckt, dann müssen wir es aus ihnen herausholen. Dazu brauchen sie die nötigen Voraussetzungen (fördern), aber auch einen klaren Auftrag (fordern). Fordern wir etwas von unseren Kindern, sagen wir ihnen mehreres, was sie stärkt: Ich glaube daran, dass du das kannst. Ich wünsche mir das von dir. Es ist mir wichtig, dass du dich um dich und deine Fähigkeiten kümmerst. Mir ist wichtig, dass du gut zurecht kommst und die Kompetenzen entwickelst, die du brauchst.

Leider werden Forderungen heute von vielen Menschen negativ gesehen. Sie haben die Vorstellung, Kinder entfalten von ganz alleine das was in ihnen steckt, wenn man ihnen nur mit ausreichend Liebe, Beachtung und dem Angebot der Unterstützung begegnet. In jeder Schulklasse befinden sich inzwischen mehrere Kinder, die das Gegenteil beweisen. Sie bekommen jede Unterstützung, die sie sich wünschen, sie werden geliebt und beachtet und gelobt, aber sie machen nichts aus sich. Sie haben gar kein Interesse daran.

Bitte helft euren Kindern dabei zu zeigen, was sie drauf haben, indem ihr ihnen klar sagt, dass ihr das sehen wollt. Und beharrlich bleibt. Denn manches entwickelt sich um den Preis von Arbeit oder Fleiß, und nicht immer macht das den Kindern unterwegs Spaß. Das ist in Ordnung für sie, wenn sie wissen: Es ist nötig, und ihr freut euch darüber. Kinder entwickeln sich nicht nur aus eigenem Antrieb. Sie tun es auch für ihre Eltern, von Natur aus. Warum sollten Eltern das nicht nutzen, um ihre Kinder zu unterstützen? Nicht mit Druck oder Drohungen versteht sich. Aber mit einer klaren Haltung, die sagt, das und jenes muss einfach sein.

Fordern auf der einen Seite, fördern auf der anderen Seite. Positives und negatives Feedback, damit beides Gewicht hat. So bekommen Kinder Orientierung. Und Orientierung brauchen sie.

Herzlich, Anke

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