Tief atmen – schön und gut, aber wie geht das?

Ein tiefer Atem ist ein wundervolles Heilmittel. Er hilft gegen Depression, er bringt dich in Kontakt mit dir selbst. Er lässt dich deinen Körper spüren und dich in Kontakt mit deinen Gefühlen kommen. Nicht immer ist das gleich angenehm – aber auf mittlere Sicht sehr heilsam! Hältst du den Atem zurück, verlierst du den Kontakt zu dir selbst, deinen Emotionen, aber auch deinen Zielen und deiner Kraft.

Wie geht das aber, tief atmen?

Nimm dir zwei Minuten Zeit und lege dich gemütlich auf den Rücken, zum Beispiel auf eine Yogamatte, einen weichen Teppich oder ein gemütliches Sofa. Leg beide Hände auf deinen Bauch und konzentriere dich beim Einatmen auf die Vorstellung, dass deine Atemluft in deinem Körper bis zu deinen Händen fließt. Vielleicht ist es am Anfang schwierig, dann über es ein paar Tage immer wieder – bis du merkst, dass sich deine Hände beim Atmen leicht heben und senken. Fällt dir das sehr schwer, kannst du einen Trick verwenden: Übe mit deinen Händen beim Einatmen etwas Druck zum Bauch hin aus, arbeite also dem Atem entgegen. Dadurch vertieft er sich weiter.

Wenn du das gut kannst, stelle dir vor, dein Atem fließt noch weiter und füllt deinen ganzen Leib aus. Dabei kannst du immer wieder üben, deinen Körper von innen zu spüren, gemeinsam mit dem Atem. Vielleicht tauchen Gefühle auf, die kannst du begrüßen, registrieren und weiterziehen lassen. Ein tiefer Atem lässt dich deinen GANZEN Leib spüren – bis hinunter ins Geschlecht. Alle Babys und viele kleine Kinder noch atmen so – bis sie es sich abgewöhnen. Aber das ist die natürlich Atmung. Wenn du ihr jeden Tag ein paar Minuten Aufmerksamkeit schenkst, kann sich dein Körper nach und nach wieder umgewöhnen und auch im Alltag immer häufiger den Atem tief in den Körper hinein fließen lassen.